Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

Logo des EU-Rahmenprogramms zur Kulturförderung "Kultur 2000"
Logo des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
Westfalen
Groningen
Lublin

Kontakt aufnehmen Kontakt |  Zeitleiste mit geschichtlichen Überblick Zeitleiste |  Glossar Glossar |  Literaturtipps Literatur |  Weiterführende Links Links | Filmdokumente des Projektes Film | Tondokumente des ProjektesTon |  Hilfe Hilfe |  Seite auf deutsch D  |  Seite auf niederländisch NL  |  Seite auf polnisch PL  | 

  Sie sind hier: Home


Alltagsleben


Auch die Frage danach, wie europäisches Judentum im Alltag gelebt wurde und gelebt wird, ist allgemein kaum zu beantworten, zu groß sind die bestehenden Unterschiede.

Ida Kamińska (links) in der Rolle der "Tante Lea" Ida Kamińska (links) in der Rolle der "Tante Lea" in Anskis "Dybuk". Aufführung des Jüdischen Theaters in Warschau in der Saison 1956/57.
Foto: Jüdisches Historisches Institut in Warschau
Viele Bereiche des jüdischen Alltags sind durch die Religion und ihre Gebote (Mizwot) bestimmt, die neben Fragen des Gottesdienstes oder den jüdischen Ruhe- und Feiertagen auch Speiseregeln und andere Dinge regeln, die das alltägliche Leben betreffen. Und auch das Leben in der Synagoge bestimmt den Alltag eines Juden in hohem Maße.

Doch jenseits der Religiosität spielen im Leben der Juden selbstverständlich wahrlich weltliche Dinge ebenso eine Rolle, so für viele vor allem jüngere Juden der Sport. Beispiele für Juden im Fußballsport aus Groningen und Westfalen machen dies deutlich. Auch andere Sportarten kamen unter Juden in Mode, seit 1900 erlebte die jüdische Sportbewegung einen regelrechten Boom, jüdische Sportvereine wurden gegründet und hatten erheblichen Zulauf.

Lebendiges jüdisches Viertel


Der jüdische Alltag in Lublin unterschied sich von dem in den Regionen Groningen und Westfalen dadurch, dass es hier ein lebendiges jüdisches Viertel gab. Auf der Szeroka-Straße pulsierte das jüdische Leben, wurde Handel betrieben, priesen Verkäufer oder Zeitungsjungen ihre Ware auf Jiddisch an. Von dieser Straße, dem Zentrum jüdischen Lebens und Alltags in Lublin, ist nur ein Brunnen übrig geblieben, der heute mitten auf dem Busbahnhof steht: der "einsame Brunnen".