Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Po-lin: Hier sollst Du ruhen!


Viele Aschkenasim folgten dem Ruf der polnischen Könige und Fürsten, die ihnen Schutz und Privilegien boten.

Hölzerne Synagoge in Jabłonów Die hölzerne Synagoge in Jabłonów.
Foto: Alois Breier / Jüdisches Historisches Institut Warschau
Hier waren die Juden als Kaufleute und Handwerker willkommen. Erste jüdische Ansiedlungen gab es in Polen wahrscheinlich seit dem 8./9. Jahrhundert, nachgewiesen sind sie seit dem 10. Jahrhundert. Beträchtliche Migrationsbewegungen aus dem Westen gab es seit den Kreuzzugsverfolgungen und besonders seit dem 13. Jahrhundert aus Deutschland und ganz Mitteleuropa.
Die europäischen Juden setzten große Hoffnungen auf Polen, und so heißt es in einer alten jüdischen Legende: "Und es gibt welche, die glauben, dass auch der Name des Landes einer heiligen Quelle entspringt: der Sprache Israels. Denn so sprach Israel, als es dahin kam: po-lin, das heißt: hier sollst du ruhen!"
Vorstand der Jüdischen Gemeinde Warschau Vorstand der Jüdischen Gemeinde Warschau im Jahre 1894, in der Mitte der Vorsitzende Dr. L. Natansohn.
Foto: Jüdisches Historisches Institut Warschau

Pogrome


Doch war auch in Polen das jüdische Leben keineswegs sicher, immer wieder kam es zu Ausschreitungen seitens der übrigen Bevölkerung. Nach dem Mord an bis zu 100.000 Juden im Zuge der so genannten Chmielnicki-Pogrome diesen Begriff im Glossar nachschlagen 1648 emigrierten zahlreiche Juden wiederum nach Westeuropa.

Trotz antjüdischer Ausschreitungen entwickelte sich Osteuropa bis zum 19. Jahrhundert zum Siedlungsschwerpunkt und kulturellen Zentrum des Judentums überhaupt.