Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Filmdokumente des Projektes



"Eine Erde, zwei Tempel"
Filmmaterial vom Mysterium "Eine Erde, zwei Tempel", das am 24. Juni 2000 auf einem großen Gebiet, das sich über zwei Seiten der Brama Grodzka, des Stadttores, erstreckt, stattfand. Dort, wo bis zum Zweiten Weltkrieg Polen und Juden nebeneinander auf einer Erde lebten. Die Symbole dieser multikulturellen Stadt sind die beiden heute nicht mehr existierenden Tempel: Die Große Synagoge und die Sankt Michael Kirche.
Zeit: 3:27.


"Es war einmal"
Ein Ausschnitt aus dem Schauspiel mit dem Titel "Es war einmal" – die Geschichte des zerstreuten Rabbiners Szlemiel, das in unserem Zentrum aufgeführt wurde. In der Hauptrolle: Witold Dąbrowski.
Zeit: 2:10.


Bau und Einweihung der Jugendsynagoge zu Groningen
Der Bau un die Einweihung der Jugendsynagoge in der Folkingestraat zu Groningen. Das Baugelände, die Arbeiter, das Errichten der Mauern, der höchste Punkt, ein Blick von dem Turm der Aa-Kerk (Kirche),close-ups der Besucher auf dem Baugelände, darunter Herr Gerzon. Oberrabbiner S. Dasberg setzt am 13. September 1939 einen Gedenkstein in die Mauer ein. Ein Blick ins Innere des neuen Gebäudes und schließlich Bilder eines jüdischen Gottesdienstes in der Jugendsynagoge. Im Chor erkennen wir auch die Schwestern Zimet, über die in der Geschichte über jüdische Flüchtlinge berichtet wird.(Titel: Bouw Jeugdsjoel, Groninger Audiovisueel Archief nr.: AV0278. Maker: M. Levie in 1939, 16mm, schwarz-weiss, stummfilm)


Das Modell
Das Model zeigt die Altstadt mit dem jüdischen Stadtviertel aus dem Jahre 1939. Auf dem Modell befinden sich über 800 Objekte aus dem alten Lublin.
Fotos: Marta Kubiszyn
Zeit: 0:59.


Der jüdische Rembrandt
Das Filmfragment beginnt mit einer Sicht auf den Fischmarkt und die umliegenden Straßen am Ende des 19.Jahrhunderts in Groningen, wo der Maler seine Jugend verbrachte. Viel hat sich seitdem nicht geaendert. Danach sehen wir Aufnahmen des mondänen Badeorts Scheveningen bei Den Haag. Kein Thema, das Israels interessierte. Seine Aufmerksamkeit galt den schuftenden Fischern und ihren Frauen, die stetig in Angst lebten. Jozef Israels starb am 12. August 1911 in seinem Sommerhaus, nahe seines Wohnorts in Den Haag. Er wurde auf dem Jüdischen Friedhof am Scheveningenweg in Den Haag beigesetzt.(Titel: Jozef IsraŽls: De herontdekking van een 19e eeuwse meester; NIK Media te Hilversum; Redaktion und Regie: Annet Betsalel.)


Ein Leben in zwei Koffern: Clara Asscher Pinkhof
Anhand dieser Dokumente erzählen Verwandte und andere enge Freunde von Clara Asscher über das Leben dieser bewundernswerten und vielseitigen Frau. Diese Geschichte führt uns von Amsterdam und Groningen über Westerbork und Bergen-Belsen nach Israel, wobei Fragmente aus Liedern, Gedichten, und ihrem Buch die Erzählung komplettieren. In dem Fragment sehen wir Jugendphotos von Clara, ihren Besuch eines zionistischen Jugendtages, Bilder ihrer Publikationen und Photos von den Kindern. Nach dem Tod ihres Mannes setzte sie ihre Tätigkeit als Schriftstellerin fort. Vor allem die Serie Rozijntje in der jüdischen Jugendzeitung verhalf ihr zu Ruhm. Nach dem Ausbruch des Krieges zog sie zusammen mit ihren inzwischen großen Kindern nach Amsterdam.(Titel: De koffers van Clara; NIK media Stichting te Hilversum; Regie: Roos Wubben)


Fotoserie zu Erich Gottschalk


Gebet zum Beginn des Sabbat
Filmmaterial, das während des Sabbat in Lubliner Jeschiwa am 24. Juni 2004 aufgenommen wurde. Der Kantor Teodor Bikiel hielt das Gebet zum Beginn des Schabbat.
Zeit: 1:27.


Jubiläum des Kirchenrates
Clara Asscher-Pinkhof hielt nicht viel von der jüdischen Elite, sondern sympathisierte eher mit dem "gewöhnlichen" Volk. Dieser Film wurde anlässlich des 25-jährigen Jubiläums (1911–1936) des Jüdischen Kirchenrates gemacht. Wir sehen eine Tischrede während des Festessens, an dem auch Rabbiner Dasberg und andere Mitglieder der jüdischen Elite Groningens teilnehmen.(Titel: Viering Jubileum
Groninger Audiovisueel Archief nr.: MA0287. Maker: M. Levie in 1936,16mm, schwarz-weiss,stummfilm).


Louise Gumprich gründet jüdischen Tennisverein
Mit Beginn der Naziherrschaft wurden jüdische Sportler aus den allermeisten Sportvereinen ausgeschlossen. Was blieb, waren rein jüdische Vereine, deren Gründung das Hitlerregime anfangs sogar förderte. Hier war es Menschen wie dem sportbegeisterten Erich Gottschalk aus Bochum oder dem münsterischen Ehepaar Gumprich bis 1938 noch möglich, Ablenkung von einer bedrückenden und bedrohlichen Lage zu finden.

Im Münsterschen Anzeiger findet sich im Sommer 1935 folgende Erklärung: Schwimmverein Münster von 1891 wünscht keine Juden. In der herrlich gelegenen Flussbadeanstalt des Schwimmvereins Münster an der Werse findet der Besucher seit einigen Tagen ein großes Schild: Juden Zutritt verboten. Mitglieder und Gäste werden dem Verein, der seit seiner Gründung 1891 Juden als Mitglieder nie geführt hat, dankbar sein, dass bei ihm erholungsbedürftige deutsche Menschen von zudringlichen Juden befreit bleiben.

Louise Gumprich, die begeisterte Sportlerin und Mitglied des Sportvereins Münster 08 gewesen war, gründete in dieser Situation einen jüdischen Tennisverein, der für einen Teil der münsterischen Juden zu einem wichtigen Treffpunkt wurde. Hierher lud man auch andere jüdische Tennisvereine etwa aus Dortmund oder Bielefeld ein. So wurde einerseits der Zusammenhalt der jüdischen Gemeinde gestärkt, die Isolation von den übrigen Deutschen aber weiter vorangetrieben.
Mit diesen Aktivitäten versuchten sie auch dem Bild des schwächlichen Juden, das die Nazi-Propaganda entwarf, entgegenzutreten.

Viele Juden schlossen sich so gegen den Druck des Regimes zusammen und versuchten, wenigstens unter sich ein möglichst normales Leben zu führen.


Sabbatgebet
Filmmaterial, das während des Sabbat in Lubliner Jeschiwa am 24. Juni 2004 aufgenommen wurde. Teodor Bikiel singt das Sabbatgebet.
Zeit: 2:37.


Szeroka-Straße in Lublin
Der Film präsentiert die Szeroka-Straße vor dem Zweiten Weltkrieg – die größte Straße im ehemaligen jüdischen Stadtviertel.
Fotos: Stefan Kiełsznia
Zeit: 1:40.


Viehmarkt in der Stadt Groningen 1935
Obwohl auch Nicht-Juden auf den Viehmaerkten Handel betrieben, dominierten trotzdem die jüdischen Viehhaendler. (Titel: Diverse veemarkten 1935–1940, Groninger Audiovisueel Archief. Maker: diverse filmers als Tiddens, Terpstra en Thie, 16mm, schwarz-weiss, stummfilm).


Vor dem Untergang gerettet!
Das Fragment aus dem Dokumentarfilm des Fernsehprogrammes "Van Gewest tot Gewest" aus dem Jahre 1986 beginnt mit Bildern der Folkingestraat. Diese Straße war das pochende Herz des jüdischen Viertels. Hier hatten sich zahlreiche Juden aus dem Mittelstand angesiedelt. Am Ende der Straße stand die stolze, 1906 gebaute Synagoge. Nach dem Krieg konnte die stark dezimierte Jüdische Gemeinde das Gebäude nicht länger unterhalten und sah sich gezwungen, es zu verkaufen. Unten im Gebäude öffnete eine chemische Waescherei und oben eine christliche Kirchengemeinde.

Dank der Bemühungen einiger Personen wurde das Gebäude in den Jahren 1980-81 restauriert und danach wieder als Synagoge benutzt. Wir sehen Bilder von der Einweihung der Synagoge und dem Niederlegen der Gesetzesrollen in die heilige Arche. (Nederlands Instituut voor Beeld en Geluid DOCID 12750)