Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

Logo des EU-Rahmenprogramms zur Kulturförderung "Kultur 2000"
Logo des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe
Westfalen
Groningen
Lublin

Kontakt aufnehmen Kontakt |  Zeitleiste mit geschichtlichen Überblick Zeitleiste |  Glossar Glossar |  Literaturtipps Literatur |  Weiterführende Links Links | Filmdokumente des Projektes Film | Tondokumente des ProjektesTon |  Hilfe Hilfe |  Seite auf deutsch D  |  Seite auf niederländisch NL  |  Seite auf polnisch PL  | 

  Sie sind hier: Home


Die Familie Hildesheim: Zionismus


Philip Hildesheim, das einzige Kind aus der ersten Ehe von Izak, führte die Bäckerei weiter.

Zeitungsbericht über die Betreuung geflohener russischer Juden, 1891 Im Jahre 1891 waren die Zeitungen voll mit solchen Berichten, die einen großen Eindruck auf die Familie Hildesheim machten.
(RHC GrA Tg 999 invnr. 2920)
Mit seiner zweiten Frau Mietje Polak hatte Izak fünfzehn Kinder, von denen sieben kurz nach der Geburt starben. Diese hohe Kindersterblichkeit war bis zum Ende des 19. Jahrhunderts eher die Regel als die Ausnahme. Und in armen Familien sollte das noch bis ins zwanzigste Jahrhundert so bleiben.

Die Kinder aus der Ehe mit seiner zweiten Frau Mietje Polak sollten fast alle auf die eine oder andere Art auf sich aufmerksam machen. Von zwei Töchtern ist bekannt, dass sie Tagebücher schrieben. Von der einen, Henderina, sind diese Aufzeichnungen erhalten, aber von der anderen Tochter, Rebecca, nicht.

Das ist schade, denn gerade diese Tochter fühlte sich stark zum Zionismus diesen Begriff im Glossar nachschlagen hingezogen. Vor allem der Mizrachi (Zionismus auf religiöser Grundlage), in dem die Sehnsucht nach der Einheit des jüdischen Volkes zum Ausdruck kommt, sprach sie an. Sie besuchte Vorträge, die Zionisten in Groningen hielten, und schrieb Leserbriefe an die Zeitung.
Henderina Hildesheim und ihre Familie Henderina Hildesheim mit Ehemann und Kindern.
(Foto: Privatbesitz)

Söhne erfolgreich


Auch die Söhne machten von sich reden. Jacob, der jüngste Sohn, wurde als Gründer einer jüdischen Schule in Amsterdam Süd bekannt. Karel Jacob Hildesheim, geboren 1875, zog ebenfalls nach Amsterdam. Trotz seiner mangelhaften Ausbildung übersetzte er Jiddisch. Eine bekannte Übersetzung von ihm sind die "Jüdischen Volkserzählungen" von J.L. Perets, die er mit dem Untertitel "Voor ‘n joodsche moeder" (Für eine jüdische Mutter) ergänzt hat.

Der 1877 geborene Gustaaf zog nach Brüssel und wurde Vorsitzender der Union Sioniste diesen Begriff im Glossar nachschlagen in Belgien.