Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Jüdische Metzger und Viehhändler zum Beispiel Familie Perlstein


Als Viehhändler war Moyses David Käufer und Verkäufer von Groß- und Kleinvieh.

Anzeige der Metzgerei Perlstein Anzeige der Metzgerei Perlstein.
Er fuhr zu den Höfen der Bauern, begutachtete die Tiere, handelte einen Preis aus und nahm das Vieh mit auf einem Pferdegespann. Die Tiere wurden zum größten Teil auf Viehmärkten weiterverkauft, aber manchmal auch gezielt für einen Bauern im nächsten Dorf angekauft.
Der Viehhändler Max Moses Rosenbaum Der Viehhändler Max Moses Rosenbaum aus Raesfeld lebte 1931 bis zu seinem Tod 1935 in Dorsten.
Foto: Jüdisches Museum Westfalen
Als ständiger Handelsreisender im Münsterland kannte er die Wünsche seiner Kundschaft sehr gut. Es wurden aber auch Tauschgeschäfte durchgeführt und die leihweise Überlassung von Vieh, zum Beispiel von Milchkühen, war nicht unbekannt. Ein großer Teil des Viehaufkaufes wurde aber auch an seinem Standort in Dorsten untergestellt und für die eigene Vermarktung benötigt.
Anzeige der Metzgerei David  Perlstein Anzeige der Metzgerei David Perlstein.

"Massel und Broche"


Jedem Handel ging ein längeres Feilschen voraus. Der endgültige Handel wurde nie schriftlich, sondern immer per Handschlag mit den Worten "Massel und Broche" bestätigt. Unter sich verständigten sich die jüdischen Viehhändler in einem speziellen Geheimjargon, der mit dem Jiddischen verwandt war. Bezahlt wurde nach ein paar Tagen, wenn der Verkauf getätigt war.