Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Das grausame Gesicht des Krieges


Von den ersten Tagen der Okkupation an wurden die Juden in Żółkiewka zum Objekt der Repression der Deutschen.

Als erstes wurden sie ihres Vermögens beraubt, dann mussten alle jüdischen Geschäfte sichtbar mit dem Davidstern gekennzeichnet werden und mit einem Schild in deutscher und polnischer Sprache versehen werden, auf dem stand, dass es sich hierbei um jüdische Geschäfte handelte.

Ab Dezember 1939 mussten alle Juden, die älter als zehn Jahre waren, eine weiße Binde mit blauem Davidstern am rechten Arm tragen. Andere Verordnungen, die die Deutschen schon in den ersten Monaten ihrer Besatzung erlassen hatten, um die Juden zu demütigen, besagten zum Beispiel, dass sich alle Juden verneigen mussten, sobald sie einen deutschen Soldaten sahen und, dass sie ihm ausweichen mussten, wenn sich ihre Wege auf der Straße kreuzten. Bald schon wurden alle jüdischen Schulen geschlossen.

Arbeitslager für Juden und Polen


1941 richteten die Deutschen in Żółkiewka ein kleines Arbeitslager in der Lubelski-Straße ein, in dem sowohl Juden als auch Polen gefangen gehalten wurden. Die endgültige Vernichtung der Juden aus Żółkiewka fand am 16. Oktober 1942 statt. An diesem Tag wurden alle Juden aus Żółkiewka vertrieben; sie mussten 20 Kilometer weit zu Fuß nach Izbica gehen, von wo aus sie in die Vernichtungslager Bełżec und Sobibór deportiert wurden.

Nur diejenigen, die Żółkiewka schon vor 1939 verlassen hatten und in die Sowjetunion ausgewandert waren, entkamen dem Tod durch die Deutschen. Das war allerdings nur ein sehr geringer Anteil der Juden, die einst in Żółkiewka gelebt haben. Die Spuren der Juden aus Żółkiewka, die den Holocaust überlebt haben, sind auf der ganzen Welt verstreut....