Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Riga, Kaiserwald, Stutthof...


Unter dem Titel "Sadismus oder Wahnsinn. Erlebnisse in den deutschen Konzentrationslagern im Osten" berichtete Jeanette Wolff über ihre Erfahrungen in der nationalsozialistischen Zeit, in der auch ihr Mann und zwei ihrer Töchter ermordet wurden.

Deportation von Juden aus Dortmund 1942 Deportation von Juden aus Dortmund 1942.
Foto: Stadtarchiv Dortmund
Die jüdische Sozialdemokratin wurde von den Nazis vor allem als politische Gefangene behandelt – "so habe ich die Segnungen der Hitlerschen Ära bis zur Neige ausgekostet" – und schon in März 1933 erstmals verhaftet und für zwei Jahre im Zuchthaus Hamborn inhaftiert.
Am Mahnmal im Wald von Bikernieki bei Riga Am Mahnmal im Wald von Bikernieki bei Riga wird auch der aus Dortmund deportierten Juden gedacht.
Foto: H. Hauptvogel

Deportation


Mit ihrer Familie wurde sie 1941 von Dortmund nach Riga im deutsch besetzten Lettland deportiert. In das dortige Ghetto diesen Begriff im Glossar nachschlagen kamen viele der Transporte aus Westdeutschland, so aus Bielefeld, Kassel, Köln und Hannover. Die katastrophalen Lebensbedingungen und unmenschliche Zwangsarbeit dezimierten diejenigen, die den immer wieder durchgeführten Massenerschießungen entgingen.
KZ Kaiserwald bei Riga KZ Kaiserwald bei Riga.
Foto: Jüdisches Museum Riga
Nach der Auflösung des Rigaer Ghettos überlebten Jeanette und Edith Wolff auch die Konzentrationslager Kaiserwald bei Riga und Stutthof bei Danzig und einen der so genannten "Todesmärsche" am Ende des Kriegs. Nach einem Aufenthalt in Polen trafen beide im Januar 1946 in Berlin ein.