Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Auf der anderen Seite des Ozeans


Im Jahre 1937, zwei Jahre nach seiner Ankunft in den USA, hat Isaac B. Singer Alma Haimann getroffen. Sie war Jüdin und stammte ursprünglich aus München. Nach drei Jahren, als er 35 Jahre alt war, heirateten sie.

Isaasc Bashevis Singer im Jahre 1974 Porträt von Isaac Bashevis Singer aus dem Jahre 1974. Illustration aus dem Buch von Chone Schmeruck "Die verlorene Welt. Über das Schaffen von Isaac Bashevis Singer."
Isaac glaubte, dass sie für ihn bestimmt war und dass er ohne sie seine Arbeit als Schriftsteller nicht fortsetzen könne.

Bis in die fünfziger Jahre war Singer nur unter den Juden, die Jiddisch gelesen haben, bekannt. Die Tür zur Karriere öffnete ihm Saul Bellow, der die Erzählung "Gimpel der Narr" ins Englische übersetzte. Ab 1950 begann man mit den Übersetzungen all seiner Werke. Singer begann, seine Werke in "Commentary", "The New Yorker", "Harper’s" und "Esquire" – den populärsten Zeitschriften in New York – zu veröffentlichen.

Beteiligung an Übersetzungen


Er beteiligte sich persönlich an jeder Übersetzung, indem er den Übersetzern seine Texte laut vorlas. Danach saßen sie dann gemeinsam zusammen und suchten die passenden Wörter und Redewendungen für die jeweiligen Stellen. So entstanden die Übersetzungen.

Auf diese Art und Weise hat er mehrfach seine Texte korrigiert, damit in jeder Sprache, in die übersetzt wurde, der Aufbau des Textes möglichst genau erhalten blieb.
In dieser Zeit schrieb Singer auch seine bekanntesten Romane. 1956 veröffentlichte er seine Erinnerungen unter dem Titel "Auf dem Hof meines Vater", dann folgten "Schatten über dem Hudson" (1957) und "Verloren in America" (1958). Ein Jahr später erschien "Der Zauberer von Lublin", dann "Das Erbe" und im Jahre 1966 "Feinde, die Geschichte einer Liebe" und sein erstes Buch für Kinder unter dem Titel "Der Geschichtenerzähler".

Nobelpreis


1970 bekam Singer den National Book Award, den größten literarischen Preis für einen Band der Erinnerungen "A Day Pleasure". Fünf Jahre später, 1975, bekam er den honoris causa, den Doktortitel der Hebräischen Universität in Jerusalem. Die größte und wertvollste Auszeichnung aber war der Nobelpreis, den er 1978 bekam. In diesem Jahr entstand auch die Verfilmung seines Romans "Der Zauberer von Lublin". 1989 wurde Singer mit der Goldenen Medaille ausgezeichnet, die der höchste Preis der American Academy and Institute of Arts and Letters ist.

Sein letzter Roman "Der Abschaum" erschien 1991. Noch im gleichen Jahr, am 24. Juli 1991, starb Isaac Bashevis Singer im im Alter von 87 Jahren in Florida. Er wurde auf dem jüdischen Friedhof – Beth El Cemetery – in Paramus, New Jersey begraben.