Jüdische Kultur auf Hebräisch

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Salomon Luria


Salomon [Schlomo] ben Jechiel genannt Maharschal wurde 1510 im litauischen Brest geboren.

Maharshal-Synagoge, Ansicht vom Südwesten her Maharshal-Synagoge. Ansicht vom Südwesten her. Fotograf unbekannt.
Foto: "Brama Grodzka Teatr NN"
Er war ein Rabbiner, der große Autorität genoss, ein Kenner des jüdischen Rechts und ein in ganz Europa bekannter Kenner des Talmudsdiesen Begriff im Glossar nachschlagen.

Seine Vorfahren waren aus dem Elsaß in Polen angekommen und hatten sich in Litauen niedergelassen. Salomon wurde anfangs von seinem Großvater, dem Rabbiner Isaak Klauber, in Posen unterrichtet. Später studierte er bei dem Rabbiner Kolman Haberkasten in Ostróg. Zuerst bekleidete Salomon das Amt des Rabbiners in Brest, wo er die erste Jeschiwa diesen Begriff im Glossar nachschlagen gründete. Einige Jahre verbrachte er auch in Wilna.
Maharshal-Synagoge. Ansicht vom Westen her Maharshal-Synagoge. Ansicht vom Westen her, 1920er Jahre, Fotograf unbekannt.
Foto: "Brama Grodzka Teatr NN"

Leiter der Jeschiwa


1555 wurde er zum Rabbiner in Lublin ernannt und 1567 mit der Leitung der Lubliner Jeschiwa betraut. Der polnische König Sigmund August aus der Jagiellonen-Dynastie verlieh ihm damals den Titel des Rektors.

Salomon Luria studierte sein Leben lang eifrig den Talmud. Die Ergebnisse seiner Studien stellte er in seinen Werken dar: "Salomons Meer", (hebräisch: Jam Schel Schlomo) und "Salomons Pfeiler" ( Amudej Schlomo). Speziell geschriebene Kommentare zum Talmud publizierte er in dem Werk "Salomons Weisheit" (Chochmat Schlomo).
Maharshal-Synagoge, Ansicht des Innenraums mit der Bima Maharshal-Synagoge, Ansicht des Innenraums mit der Bima. 1920er Jahre, Fotograf unbekannt.
Foto: "Brama Grodzka Teatr NN"
Salomon Luria starb 1573 in Lublin. Zu seiner Beerdigung kamen Tausende von Juden aus ganz Polen. Zu seinen Ehren wurde die größte Synagoge in Lublin Maharschal-Schul, also Maharshal-Synagoge genannt.