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Der einsame Brunnen


Neben dem Busbahnhof in Lublin steht ein kleiner Steinbrunnen.

Szeroka-Straße Szeroka-Straße, 1930.
Foto: Jan Bułhak, Postkarte aus dem Fotoarchiv des Zentrums "Brama Grodzka Teatr NN"
Um ihn herum befindet sich ein leerer Parkplatz. Würde man die Lubliner fragen: "Was für ein kleiner Bau ist das?", wüsste die Mehrheit von ihnen keine Antwort.

Fast niemand hat noch in Erinnerung, dass der Brunnen das einzige Andenken an die ehemalige Szeroka-Straße die Hauptstraße des jüdischen Viertels in Lublin ist. Machen wir also einen kurzen Spaziergang durch das alte Lublin. Gehen wir die Szeroka-Straße entlang und lernen wir ihre Geschichte kennen.

Größte Straße im jüdischen Viertel


Die Szeroka-Straße galt als die größte Straße des Viertels "Na Żydach". So nämlich nannte man in der Stadt den ganzen jüdischen Stadtteil.
Szeroka-Straße Szeroka-Straße, 1930er Jahre.
Foto: D. Sobocka/ "Brama Grodzka Teatr NN"
Sie war für einige hundert Jahre das Handels- und Verwaltungszentrum dieses Viertels. Durch diese Straße verliefen die Lubliner Handelswege, die von der Altstadt nach Włodzimierz Wołyński in Ruthenien und nach Litauen führten.

Im 16. und 17. Jahrhundert war die Szeroka-Straße für die Juden die wichtigste repräsentative Straße, in der die am meisten geschätzten Mitglieder der Lubliner Jüdischen Gemeinde wohnten. Hier errichteten Kaufleute, Gelehrte, Rabbiner, Bankiers und Ärzte ihre Häuser.

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