Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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Virtueller Rundgang


Wir machen einen Rundgang durch die Synagoge in Groningen und fangen am heutigen Eingang an.

Der ehemalige Haupteingang der Groninger Synagoge Der ehemalige Haupteingang der Groninger Synagoge. Über der Tuer steht in goldenen hebräischen Buchstaben: Gesegnet seist Du beim Eingang und beim Ausgang. Oben im Giebel ein großer Davidstern aus Glasmosaiken.
Die Westfassade der Synagoge steht in der Folkingestraat sehen Sie dazu einen kurzen Filmausschnitt. Dieser Teil der Straße hieß früher im Volksmund "Judengasse". Auf der Fassade beim ehemaligen Haupteingang steht in hebräischer Schrift "Gesegnet seid Ihr beim Betreten und Verlassen".

Dieser Eingang wird nur noch selten benutzt. Der jetzige Eingang ist der ehemalige Eingang für die Frauen.
Zwei Türme schmücken auf beiden Seiten die Fassade. Diese Türme erinnern heutzutage viele Menschen an Minarette.

Reich verziert


Im Innenraum springt sofort das hohe hölzerne Tonnengewölbe ins Auge. Farbige friesische Fliesen mit einem Art-deco-Motiv zieren an der Unterseite die Wände.
Steine in der Synagoge Die Steine der Groninger Synagoge sehen aus wie teure Backsteine. In Wirklichheit handelt es sich um billigeren Sandstein, der rot angemalt wurde. Selbst die Zwischenrillen wurden weiß angemalt.
Die Frauenempore wird von Säulen gestützt, die mit griechischen Ornamenten bestückt wurden. Die Ornamente scheinen aus Naturstein zu bestehen, sind jedoch aus (dem viel billigeren) Gips. Auch die roten "Ziegelsteine" in den Mauern sind nicht, was sie zu sein scheinen. Die rote Farbe erweckt den Eindruck, dass es sich um Groninger Backstein handelt. Tatsächlich handelt es sich um den viel billigeren Sandstein.

Auf der Frauenempore ist der maurische Stil der Synagoge am besten erkennbar. Die Empore besteht aus einer Reihe Säulen, dazwischen die typischen maurischen Hufeisenbögen.

Unverwechselbar jüdischer Charakter


Dennoch besitzt das Gebäude sehr wohl einen unverwechselbaren jüdischen Charakter. Der Davidstern ist an vielen Stellen zu sehen: Im Fenster in der Westmauer, in den großen Bleiglaspartien auf beiden Seiten des Querschiffes, in den Gittern entlang der Brüstung und in langen Reihen im Tonnengewölbe.
Ein Ornament in einer Säule Ein Ornament in einer Säule. Das Ornament sieht aus wie Naturstein, ist aber aus Gips gefertigt. Der Griechische Charakter des Ornamnets gibt der Maurischen/Orientalischen Synagoge noch mehr den Hauch eines stilistischen Sammelsuriums. Im Hintergrund die Maurischen Fenster.
Das Interieur stammt aus dem Jahre 1981 und wurde von Piet Cohen aus Amsterdam entworfen. Die Bänke innerhalb des Gitters (Mechietse, die traditionelle Abtrennung zwischen Männern und Frauen während des Gottesdienstes) bieten Platz für ungefähr 75 Männer. Hinter dem Gitter befindet sich die heutige Frauenempore mit Platz für 44 Frauen.

Die Heilige Lade aus Kupfer, in der die Thorarollen aufbewahrt werden, ist mit den zehn Geboten und einem Bibeltext über den Auszug der Juden aus Ägypten beschriftet. In der Vitrine stehen unter anderem die einzigen Gegenstände, die noch aus dem Vorkriegsbesitz der Groninger Jüdischen Gemeinde erhalten sind.