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Sternkinder


Ihr Buch "Sternkinder" erschien 1946. Sie erhielt später in Deutschland einen Preis für dieses Buch.

Ein Teil von "Sternkinder" wurde bereits in Amsterdam während des Krieges geschrieben, als Clara noch frei war. Dieser Teil handelt vom Schicksal jüdischer Kinder (die verpflichtet waren, einen Judenstern zu tragen, und daher von Clara als "Sternkinder" bezeichnet wurden) im "Hollandse Schouwburg" (Holländisches Schauspielhaus) in Amsterdam, wo sie Hilfe leistete. Die letzten zwei Teile, über jüdische Kinder im Durchgangslager Westerbork und in Bergen-Belsen, schrieb sie in Palästina.

Die Presse berichtete positiv über "Sternkinder", und zwar auf Grund von Claras einfachem Schreibstil, dem literarischen Gehalt und den ergreifenden Ereignissen, von denen sie erzählte. Dennoch blieb es zunächst still um das Buch, bis Clara 1962 den Deutschen Jugendliteraturpreis für dieses Buch erhielt. Das war bemerkenswert, da " Sternkinder" eigentlich für Erwachsene geschrieben worden war.
Umschlag von Claras Autobiographie "Taenzerin ohne Beine" Umschlag des Buches "Taenzerin ohne Beine" von Clara Asscher-Pinkhof. In ihm beschreibt sie ihr Leben. Den Titel waehlte Clara,weil sie sich nach dem Tod ihres Mannes Abraham unvollstaendig fuehlte- sowie eine Taenzerin ohne Beine.

Für Jugendliche empfohlen


Die Tatsache, dass deutsche Jugendliche das Buch lasen, war jedoch nicht so erstaunlich. Es wurde dort stark für Jugendliche empfohlen. Es enthielt ein Vorwort, in dem der bekannte deutsche Schriftsteller Erich Kästner schrieb, dass alle Erwachsenen und (älteren) Schulkinder "Sternkinder" lesen sollten. "Diese 'Sternkinder' sind so wichtig, so erschütternd und so schrecklich wie das Tagebuch der Anne Frank. Die Erwachsenen und die Halbwüchsigen müssen es lesen. Da hilft keine Ausrede. () Und auch die Schulkinder, wenigstens die Älteren, sollten erfahren, wie damals Kindern mitgespielt wurde."

Clara nahm das Geld, das mit dem Preis verbunden war, nicht persönlich in Deutschland entgegen. Nicht aus Wut auf die Deutschen, sondern weil sie nach allem, was sie im Krieg erlebt hatte, keinen deutschen Boden mehr betreten wollte. Wohl hatte sie eine Botschaft für die deutsche Jugend auf Band gesprochen, die während der Preisverleihung am 2. November 1962 abgespielt wurde. In den Koffern, die sie nach ihrem Tod in Israel hinterließ, befanden sich viele Rezensionen von "Sternkinder".