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"Wie steht es, lieber Vater?" Eine Emigration scheitert


Dem Vater von Imo Moszkowicz, Benjamin Moszkowicz, gelang es im Januar 1938, zu Verwandten nach Argentinien zu emigrieren. Dorthin sollte die ganze Familie nachreisen.

Foto der Familie Moszkowicz Dieses Bild wurde 1937 aufgenommen. Von links nach rechts: Isaak (Imo), Aaron, Benjamin, Gisela (sitzend), Rosa, Chaja (Sara), David, Hermann
Foto: Imo Moszkowicz.
Doch das gelang zu diesem Zeitpunkt nur noch wenigen. Die vom Naziregime verhängte "Reichsfluchtsteuer" raubte den Ausreisewilligen einen großen Teil ihres meist geringen Vermögens.

Auch die ausländischen Regierungen hatten ihren Anteil an solchen Sackgassen; die Bedingungen für neue Einreisegenehmigungen veränderten und verschärften sich von Monat zu Monat. Die Quoten für solche Genehmigungen wurden gesenkt.

Das quälende Warten auf die ersehnte Genehmigung brachte für viele Familien ein Wechselbad von Hoffnungen und Enttäuschungen. Der Briefwechsel hören Sie dazu einen kurzen Audiobeitrag zwischen Benjamin Moszkowicz und seinen Kindern zeigt dies.
Brief der Moszkowicz-Kinder nach Argentinien 1941 Brief der Moszkowicz-Kinder Imo und Aaron an den Vater nach Argentinien im Juli 1941.
(Privatarchiv H.W. Gummersbach)

Auf gepackten Koffern


Chaja Moszkowicz saß mit ihren sieben Kindern auf gepackten Koffern, als die Ausschreitungen des November 1938 auch über sie hereinbrachen - am 10. November sollte die Reise nach Hamburg beginnen.

Zwei ihrer Kinder waren verletzt worden, das Gepäck und die erforderlichen Dokumente wurden zerstört, der Zug zum Schiff nach Argentinien nie bestiegen.