Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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"... die Selbstdisziplin und Philantropie des Gentleman ..."


Viele deutsche Juden aus bürgerlichen Schichten sahen im Sport eine Chance, weltoffene Haltungen zu zeigen: "fair play" im Wettbewerb, Teamgeist und internationaler Austausch standen für eine attraktive Möglichkeit, gesellschaftliche Anerkennung mit einer als modern angesehenen Freizeitpraxis zu verbinden.

Zu diesen modernen Sportarten gehörten zu Beginn des 20. Jahrhunderts neben Fußball auch Tennis, Golf und Boxen sowie Verteidigungssportarten wie Jiu-Jitsu.

Vorreiter einer allgemeinen Erneuerung


Mit dem Engagement für diese Art von Sport waren die jüdischen Aktiven Vorreiter einer allgemeinen Erneuerung: Das strenge Turnen verschwand allmählich – auch unter dem Einfluss der Jugendbewegung – zu Gunsten lockerer Übungen: Sport, Mode und Freizeit verschmolzen auch in der Mehrheitsgesellschaft zu neuen Alltagsgewohnheiten. Ein Sport-Boom kennzeichnete die 1920er Jahre insgesamt.
Mit dem Beginn der Nazi-Herrschaft wurden jüdische Sportler aus den allermeisten Sportvereinen ausgeschlossen. Was blieb, waren rein jüdische Vereine, deren Gründung oder Weiterbestehen das Hitlerregime anfangs sogar förderte.

Nischen in einer Zeit des Terrors


Hier war es Menschen wie dem sportbegeisterten Erich Gottschalk aus Bochum oder dem Ehepaar Gumprich sehen Sie dazu einen kurzen Filmausschnitt aus Münster bis 1938 noch möglich, Ablenkung von einer bedrückenden und bedrohlichen Lage zu finden.