Jüdische Kultur auf Hebräisch

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"Viadrina Mensur" – eine schlagende Verbindung für Juden


Benno Jacob verfocht sein Deutschsein als Jude leidenschaftlich gegen jede Form von Antisemitismus.

Der Aschenbecher aus dem Nachlass von Benno Jacob Der Aschenbecher aus dem Nachlass von Benno Jacob mit der Inschrift "Niemand darf mich ungestraft beleidigen" – eine Leihgabe seines Enkels.
Foto: Jüdisches Museum Westfalen
So verhielt sich Jacob während des Studiums nicht als der künftige Gelehrte und Lehrer, sondern als ein Kämpfer und Verteidiger der jüdischen Ehre.

Er war 1886 Mitbegründer der ersten jüdischen "Burschenschaft" in Breslau, der "Viadrina Mensur", einer schlagenden Studentenverbindung, die sich gegen den Antisemitismus an den Universitäten zur Wehr setzte.

Verteidigung der jüdischen Ehre


Die Folgen seiner Fechtduelle, die so genannten "Schmisse", trug Jacob mit Stolz, denn den Gründern ging es dabei auch um die Verteidigung der jüdischen Ehre. Einen Aschenbecher mit dem Namen der Verbindung schenkte Jacob später seinem Sohn Ernst, als dieser sein Studium begann und Mitglied der Verbindung wurde.
Dieses Erinnerungsstück überdauerte die Emigration nach England und die Weiterwanderung seiner Familie in die USA. Benno Jacobs Enkel, der liberale Rabbiner Walter Jacob aus Pittsburgh, stellte dem Jüdischen Museum Westfalen den Aschenbecher mit dem lateinischen Vereinsmotto zur Verfügung:
"Nemo me impune lacessit." – Das heißt: Niemand darf mich ungestraft beleidigen.