Jüdische Kultur auf Hebräisch

Jüdisches Leben in Europa jenseits der Metropolen

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"Ein Deutscher ist, wer ein Deutscher sein will." Benno Jacobs Patriotismus


Während des Weltkriegs 1914–1918 bemühte sich der Dortmunder Rabbiner Benno Jacob durch Kriegsandachten und Spendensammlungen um Unterstützung der deutschen Frontsoldaten.

Jüdisches Feldgebetbuch von 1914 Jüdisches Feldgebetbuch von 1914.
Foto: Jüdisches Museum Westfalen
Ab 1919 setzte er sich in seinen öffentlichen Vorträgen mit der Hetzpropaganda auseinander, die Kriegsniederlage sei von Juden verschuldet und die neue Weimarer Republik sei von Juden beherrscht:
"Deutschland ist weder ein christlicher Kirchenstaat noch ein germanischer Rassestaat, sondern eine Gemeinschaft im Geiste. Wir Juden sind keine Germanen, sondern Semiten, aber um nichts weniger Deutsche. [...]

"Auf Gedeih und Verderb mit diesem Land verbunden"


Ein Deutscher ist, wer ein Deutscher sein will. [...] Wir deutsche Juden sind und bleiben von Religion Juden, von Nation Deutsche. Welcher anderen Nation könnten wir denn angehören, welches andere Land kann unser Vaterland sein, als dasjenige, in dem unsere Wiege stand und die Gräber unserer Väter liegen, dessen Luft wir seit Kindesbeinen atmen, dessen Bildung wir in uns aufgenommen haben? Nein, wir sind auf Gedeih und Verderb mit diesem Land und dieser Nation verbunden".
Ein patriotisches Gedicht aus dem Ersten Weltkrieg Der Dorstener Textilkaufmann Salomon Oppenheimer verfasste während des Ersten Weltkriegs eine Vielzahl patriotischer Gedichte, die in der "Dorstener Volkszeitung" erschienen.
Abbildung: Jüdisches Museum Westfalen
Und an anderer Stelle fuhr er fort: "Das alte Reich liegt am Boden. Wenn wir das neue aufrichten, dann wüßte ich keine schönere Inschrift über seinem Portal als das Wort: Wir alle sind das Vaterland!"